Alternativen

Jetzt muss ich mir doch einmal selbst an die Nase fassen. Nein, nicht weil ich Schnupfen habe, sondern, weil ich in den letzten beiden Beiträgen aus vollem Herzen Skepsis gegenüber meiner Partei, der SPD geäußert habe. Bei den sog. Alternativen sieht es wahrlich nicht besser aus.

Nun durfte ich gestern Abend und heute Morgen erleben, wie es um die Oppositionspartei Linke und Grüne und die – vermutlich bei Neuwahlen im Bundestag vertretene – AfD bestellt ist.

Zunächst Gregor Gysy und Anton Hofreiter in der ARD-Sendung Brennpunkt. Natürlich wird der Koalitionsvertrag kritisiert. Gysy bezweifelt die Finanzierung der in Aussicht gestellten Weihnachtsgeschenke (Rente, Bildung) und Hofreiter fehlen die Zukunftsvisionen. Aber mal ehrlich, da geht die eigene Basis ja deutlicher heftiger mit dem Erreichten zu Gericht. Und eine gemeinsame Opposition zeichnet sich da auch noch nicht ab.

Dann gab es noch die AfD. Von der war vor ein paar Tagen zu lesen, dass z.B. der gesamte Landesvorstand Hessen zurückgetreten und damit der Landesverband z.Z. kopflos sei. Kaum konstituiert, schon fangen die Postenschiebereien, Mauscheleien, Eifersüchteleien und gegenseitigen Vorwürfe an. So etwas will in die Legislative? Wohlmöglich gestalterisch. Nee, lieber nicht.